KUNST DES THEATERS, THEATER DER KUNST

GEORGE LÖWENDAL (1897-1964) MALEREI, GRAPHIK, BÜHNENMALEREI   Eine Ausstellung organisiert vom Rumänischen Kulturinstitut Berlin in Zusammenarbeit mit der Löwendal Stiftung Kuratorinnen: Ruxandra Demetrescu & Cristina Cojocaru   5.– 22....
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GEORGE LÖWENDAL (1897-1964)

MALEREI, GRAPHIK, BÜHNENMALEREI

 

Eine Ausstellung organisiert vom Rumänischen Kulturinstitut Berlin in Zusammenarbeit mit der Löwendal Stiftung

Kuratorinnen: Ruxandra Demetrescu & Cristina Cojocaru

 

5.– 22. September 2017

Vernissage am 5. September 2017, 19 Uhr.

RKI Galerie: Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin

Eine Ausstellung mit Werken George Löwendals, anlässlich seines 120. Geburtsjubiläums, bietet die Gelegenheit eine unter dem Zeichen einer paradoxen und gleichzeitig glücklichen Ausnahme sich vollziehenden Kreativität zu präsentieren.

Geboren in Sankt-Petersburg, in einer adeligen Familie deren Vorfahren dem dänischen Fürstentum gehörten, kommt Löwendal am Ende des Ersten Weltkrieges durch einen Schicksalszufall nach Rumänien an: er wird zuerst in Bukarest (1921-1925) wohnen, um sich anschließend in Czernowitz für mehr als zehn Jahre niederzulassen. Dort ist er innerhalb des neu gegründeten Nationaltheaters tätig, als Bühnenmaler und Intendant. Die weltoffene Stadt in der Bukowina, zu deren legendären mitteleuropäischen Aura Künstler wie der Dichter Paul Celan beigetragen haben, hat auf Löwendals schöpferische Kraft eine positive Wirkung gehabt: dieser trat der Theater- und Künstleravantgarde bei, was in seinen Bühnenmalerei- und Kostümentwürfen, aber auch in den expressionistischen Skizzen und Porträts sichtbar ist. Die innovative Moderne, gepflegt von Löwendal in Czernowitz – in der Zwischenkriegszeit ein städtischer Raum schlechthin– wurde überraschenderweise von einer traditionellen Dimension ergänzt, die sich nach der Entdeckung eines unberührten Territoriums entwickelt: die Bukowina, dargestellt in Landschaften, Klöstern und vor allem in den Bauernporträts.

Laut einer Aussage Löwendals aus einem Interview, das in der Zeitschrift Flacăra (Juli 1935) erschein, „hat ein Gauguin Paris verlassen müssen, um in Tahiti Neues zu finden, das als Zeuge über Jahrhunderte zu bestehen würdig war; ein glücklicheres Schicksal hat mich in ein von den rumänischen Malern noch nicht entdecktes Amerika verschlagen: die Bukowina. (…) Hier bestehen weiterhin Bauernsiedlungen fort, in denen die Kleidungen aus der Zeit Stephans des Großen (15. Jahrhundert) unverändert zu finden sind“.

Diese Ausstellung, die vom Rumänischen Kulturinstitut Berlin in Zusammenarbeit mit der Löwendal-Stiftung organisiert ist, präsentiert die schöpferische Kraft, mit der sich der Künstler eine Vielfalt an Genres und Stilen aneignete: von avantgardistischen Projekten in der Bühnenmalerei bis hin zu expressionistisch geprägten Portraits und von impressionistischen oder postimpressionistischen Landschaften bis hin zur neo-byzantinischen Kirchenmalerei.

Die Auswahl der ausgestellten Werke (ungefähr 60 Exponate im Besitz der Löwendal-Stiftung) soll daher die Vielfalt der künstlerischen Schöpfung Löwendals hervorheben. Einerseits die Malerei, die mittels Bauernportraits und Darstellungen bukowinischer Klöster eine beispielhafte Tradition ausschöpft und dokumentiert. Der rumänische Kunsthistoriker Alexandru Tzigara-Samurcaș schrieb 1935 über diese Malerei, deren Entstehen auf das Schicksal des Künstlers zurückzuführen ist: „um dieses Wunder zu vollziehen, hat George Löwendal das Land, in dem er sein Wandern beendete, gepriesen, und dafür sind wir ihm zutiefst dankbar“. Desgleichen gilt für dessen Graphik, in der eine bemerkenswerte typologische Vielfalt dargestellt wird (Schauspieler, Schriftsteller, Bauern, bescheidene Händler, etc.). Und aber auch für die Bühnen- und Kostümmalerei, die in der Czernowitzer Periode entstanden sind, sowie für die Plakate, die das Interesse des Künstlers für die Werbegraphik bekunden. Neben Gemälden und Graphiken beinhaltet die Ausstellung auch eine bedeutende Dokumentation in Texten und Bildern, die die künstlerische Biographie Löwendals darstellen.

 

Die Ausstellung kann bis zum 22. September besucht werden.

Öffnungszeiten der RKI Galerie: Di.-Fr. 14.00 – 18.00 Uhr.

 

Pressefotos:

  1. GEORGE LÖWENDAL – SCHULD UND SÜHNE nach F. M. DOSTOJEWSKI

Bühnenbild für Sonja Marmeladowas Zimmer, Nationaltheaters Czernowitz, 1927

© Löwendal Foundation

  1. GEORGE LÖWENDAL – „Studentenrummel, 12. Jänner” © Löwendal Foundation
  2. GEORGE LÖWENDAL – Pensionist im Altersheim, 1933 © Löwendal Foundation

  

Zusätzliche Informationen finden Sie unter: www.rki-berlin.de

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