Arbeitsbesuch des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis im Freistaat Bayern, Bundesrepublik Deutschland, am 07. Januar 2020

Der rumänische Staatspräsident, Herr Klaus Iohannis, hat am 07. Januar 2020 einen Arbeitsbesuch in Bayern, Bundesrepublik Deutschland  unternommen.  Während des Besuchs nahm der rumänische Staatspräsident an der Sitzung der...
Viena

Der rumänische Staatspräsident, Herr Klaus Iohannis, hat am 07. Januar 2020 einen Arbeitsbesuch in Bayern, Bundesrepublik Deutschland  unternommen. 

Während des Besuchs nahm der rumänische Staatspräsident an der Sitzung der bayerischen Landesregierung teil, anlässlich derer er eine Ansprache hielt und mit den Mitgliedern der Landesregierung einen Dialog über die bilateralen Beziehungen und die europäischen Aktualität führte. Präsident Klaus Iohannis hatte auch ein Treffen mit Herrn Markus Söder, Ministerpräsident der bayerischen Landesregierung und Präsident der Christlich-Sozialen Union (CSU). In seiner Rede auf der Tagung der bayerischen Landesregierung unterstrich der rumänische Staatspräsident, dass langzeitige und starke politische, wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen zwischen Rumänien und Bayern bestehen. So betonte Präsident Klaus Iohannis, dass die Rumänen, die sich im Laufe der Zeit in Deutschland niedergelassen haben, und die deutsche Minderheit in Rumänien ein Schlüsselelement in der Architektur der bilateralen Beziehungen sind und einen echten Katalysator für den Dialog zwischen den beiden Ländern darstellen. Der rumänische Präsident begrüßte gleichzeitig die Wiederaufnahme, nach einer langen Pause, der Tätigkeit der Gemischten Regierungskommission Rumänien-Bayern und brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die diesjährige Sitzung der Kommission erfolgreich zur Ausweitung und Vertiefung des bilateralen Dialogs beitragen wird.

In Bezug auf die europäische Agenda betonte Präsident Klaus Iohannis, dass Rumänien im ersten Halbjahr 2019 erstmals die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union innehatte und diese Verantwortung erfolgreich und proeuropäisch wahrnahm.

Was die Zukunft der Europäischen Union betrifft, erklärte der rumänische Präsident, dass unser Land eine Konsolidierung des europäischen Projekts auf der Grundlage des Konvergenz- und Kohäsionsprinzips wünscht. Präsident Klaus Iohannis betonte, dass die Europäische Union umso stärker und relevanter sein werde, je wirtschaftlich- und sozial – stärker jeder Mitgliedstaat ist.

In seiner Rede verwies der rumänische Präsident auch auf einige der wichtigsten Punkte auf der europäischen Tagesordnung, nämlich den künftigen Unionshaushalt für den Zeitraum 2021-2027, die Bekämpfung des Klimawandels, der Migrations- und Asylpolitik, sowie den Prozess des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union.

Auf Einladung von Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Bundestagfraktion, nahm  Präsident Klaus Iohannis im Rahmen dieses Besuchs an der Jahrestagung der CSU-Fraktion im Bundestag (Unterhaus des Deutschen Parlaments) teil, abgehalten in der Abtei Seeon in Bayern.

Bei dieser Gelegenheit hielt der rumänische Präsident einen Vortrag über die Vision unseres Landes für die Zukunft der Europäischen Union und führte einen Dialog bezüglich der Schwerpunkte der europäischen Agenda.

In seiner Rede erinnerte Präsident Klaus Iohannis an das Gipfeltreffen in Sibiu am 9. Mai 2019, das bedeutende von Rumänien während der Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union veranstaltete Ereignis, anlässlich dessen der gemeinsame Wunsch der europäischen Staats- und Regierungschefs und der Mitgliedstaaten ausgedrückt wurde zusammen für ein Europa vereint in Frieden und Demokratie zu arbeiten – ein einheitliches Europa von Ost bis West, von Nord bis Süd, das innerhalb und außerhalb seiner Grenzen von seinen Werten und Freiheiten regiert wird.

Der rumänische Präsident wies darauf hin, dass in der nächsten Zeit die strategische Agenda der Union für den Zeitraum 2019-2024 umgesetzt werden muss, ein Dokument, das die europäischen Staats- und Regierungschefs während des rumänischen Ratsvorsitzes der Europäischen Union vereinbart haben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, einschließlich auf parlamentarischer Ebene, sowie aller politischen Familien erforderlich, die die Konsolidierung des europäischen Projekts unterstützen.

Gleichzeitig versicherte Präsident Klaus Iohannis, dass sich Rumänien im neuen europäischen institutionellen und legislativen Zyklus vor allem darum bemühen wird, einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung der künftigen Politik der Union zu leisten. In diesem Zusammenhang unterstrich der rumänische Präsident, dass unser Land, auf  Grundlage der als Mitgliedstaat der Union erworbenen Erfahrung bewiessen hat,  dass es die notwendige Reife besitzt, um eine stärkere Stimme bei der Festlegung der europäischen Politik zu haben.

Der rumänische Präsident betonte, dass ein gemeinsames Ziel bei der Gestaltung der Zukunft der Europäischen Union die Fortsetzung und Festigung der demokratischen Entwicklungen sein muss, die den europäischen Kontinent grundlegend verändert und Freiheit, Demokratie, sowie auf Achtung der Menschenrechte basierende Gesellschaften und mehr Wohlstand für die europäischen Bürger gebracht haben.

Ausserdem hatte Präsident Klaus Iohannis ein Treffen mit Frau Ilse Aigner, Präsidentin des Landtags. Zur deutschen Delegation gehörten auch weitere hochrangige Würdenträger des Bayerischen Landtags, sowie Vertreter der Gemeinden der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben in Deutschland.

Der rumänische Staatspräsident unterstrich im Rahmen der Gespräche, dass die Vertreter deutscher Volksgruppen aus Rumänien – Siebenbürgische Sachsen und Schwaben – von den Rumänen respektiert und geschätzt werden und ein wesentlicher Bestandteil der Identität unseres Landes sind. Präsident Klaus Iohannis erklärte auch, dass im Freistaat Bayern die zahlreichste  Gemeinde rumänischer Bürger in Deutschland lebt  (rund 180.000 Personen), ein Beispiel für sozio-kulturelle Integration und aktives Engagement.

Gleichzeitig begrüßte der rumänische Staatspräsident auch die Aufwärtsentwicklung der bilateralen Handelsbeziehungen mit dem Freistaat Bayern, die 6,5 Milliarden Euro überstieg, sowie die auf Hochtechnologien ausgerichtete Export- und Importstruktur, und ermutigte das nachhaltige Wachstum deutscher Investitionen in Rumänien.

 Quelle: Pressemitteilung der Präsidialverwaltung

Sehe auch: Fotochronik.

Viena
Categorii
DiasporaEvenimentGermaniaRomânia
2 Comentarii la acest articol.
  • Buy Cialis
    28 ianuarie 2020 at 1:34 am
    Răspunde

    Excellent, what a website it is! This web site presents
    helpful information to us, keep it up.

  • cialis
    30 ianuarie 2020 at 4:54 am
    Răspunde

    Awesome! Its truly amazing piece of writing,
    I have got much clear idea regarding from this piece of writing.

  • Răspunde

    *

    *

    Alte Articole